Die Sieger lasen im Musiksaal den Kindern der Klassenstufen zwei bis sechs ihre Geschichte vor. Den dritten Preis erhielt Ayse Akcay aus Klasse 6b. Den zweiten Rang erreichte Julia Steinbacher aus Klasse 4a. Mit einer beachtlichen Leistung überzeugte David Pfitzenmaier aus Klasse 2b die Jury, die ihn auf Platz eins setzte. David schildert in seiner Erzählung das Schicksal des Drachen Draco, der im Himmel wohnte und vom Schützen und vom Herkules von dort verjagt wurde. Auf seinem Flug zur Erde entdeckt Draco die Türme von Besigheim und lässt sich auf dem Schulhof der Friedrich-Schelling-Schule nieder. Ermattet probiert er vom Besigheimer Acolon. Fortan nennt sich der Drache Draco nun Dracolon, weil ihm eben der Acolon so fein gemundet hat. Aus der Hand ihres Schulleiters, Rektor Franz Brandl, bekamen die Preisträger herrliche Drachenbücher und Drachenurkunden für ihre ausgezeichneten Arbeiten.

Der Drache Dracolon
(von David Pfitzenmaier Klasse 2b)

Der Drache kommt vom Himmel. Er steht auch in den Sternen, beim Draco. Der Drache ist zu groß. Er braucht zu viel Platz. Dann hat der Herkules und der Schütze nicht mehr viel Platz. Darum schicken sie den Drachen vom Himmel herunter. Der Schütze und der Herkules verjagen den Drachen vom Himmel. Der Schütze wollte ihn tot schießen und der Herkules wollte ihn verhauen. Der Drache fühlte sich nicht mehr wohl am Himmel. Er fliegt sofort herunter vom Himmel zur Erde. Er überlegt sich, wo er landen möchte. Dann sieht er die hohen Türme von Besigheim. Neben den hohen Türmen sieht er einen Landeplatz. Er fliegt zu dem Landeplatz. Er denkt das sei nur ein Landeplatz, es ist aber der Schulhof der Friedrich-Schelling-Schule. habe ich Draco geheißen und dann bin ich vom Schützen und vom Herkules heruntergeschickt worden. Dann habe ich einen
Besigheimer Wein probiert und jetzt heiße ich Dracolon, weil mir der Acolon so gut geschmeckt hat. Mir gefällt es so gut bei Euch. Ich möchte gerne für immer bei euch bleiben.“

Der einsame Drache Kunibert
(von Julia Steinbacher Klasse 4a)

Vor langer Zeit lebte eine Drachenmutter mit ihren sieben Kindern im Wald, wo knorrige Eichen und hohe Birken wuchsen. Das jüngste Drachenkind hieß Kunibert. Seine grün, blau, orangenen Schuppen schimmerten in der Sonne. In der Nacht leuchteten seine goldenen Augen. Er war wunderschön. Die anderen sechs Drachenkinder hänselten Kunibert. Sie waren neidisch auf seine schöne glänzende Drachenhaut. Wenn er sich in die Sonne legte, um sich aufzuwärmen, schrien sie ihn an: „Du liegst auf meinem Patz“. „Geh weg du Angeber“. „Sei still, beweg dich besser“. „Du willst ja mit deinen Farben nur angeben“. „Du hast ja an einem Fuß nur vier Zehen und an den anderen drei Füßen fünf Zehen“. So spotteten die anderen Drachenkinder. So ging es neun Jahre lang. Allmählich wurde es Kunibert zu bunt. Er sammelte Eicheln, Getreide und getrocknete Blätter,
dann haute er ab. An einem Fluss machte er Rast und verspeiste seine Vorräte. Danach trank er von dem köstlichen Wasser im Fluss. Plötzlich rutschte er ab und landete im eiskalten Wasser. Er flatterte mit seinen großen Flügeln um seinen schweren Körper aus dem Wasser zu heben. Kunibert rief glücklich: „Juhu, ich kann fliegen!“ Er ist noch nie zuvor in seinem Leben geflogen. Nun dämmerte es langsam. Der Drache Kunibert suchte sich im Wald ein bequemes Plätzchen. Er war sehr erschöpft und schlief schnell ein. Nun war der Drache sehr traurig und einsam. Erwünschte sich einen Freund mit dem er spielen könnte. Am Morgen erwachte er am Ruf eines Adlers, der rief: „Wer bist du denn? Was machst du in unserem Wald?“ „Ich bin der Drache Kunibert“, stellte sich der Drache vor. „Ich suche jemanden, der mit mir spielt.“ „Ich denke, ich kann dir helfen. Als ich gestern Morgen von der Futtersuche heim flog, sah ich einen schönen Landeplatz. Komm mit, folge mir“ platzte der Adler heraus. Der Adler flog voraus und Kunibert hinterher. „Hier wäre es“ rief der Adler. „Wao, das ist aber ein prima Platz, vielen, vielen Dank“ entgegnete der Drache strahlend. „Bitte, bitte“ bekam Kunibert als Antwort. Vorsichtig landete Kunibert auf dem Schulhof. Er verlor seine Flügel und wurde steif. Bald hatte er viele neue Freunde.

Der Besigheimer Drache heißt „Dracolon“
David Pfitzenmaier siegt im Drachenwettbewerb

2007-Drachenwett-David02

Besigheim: Als der Drache letzten Sommer auf dem Schulhof der Friedrich-Schelling-Schule landete hatte er alles außer einem Namen. Also waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, eine Drachengeschichte zu schreiben und dem Drachen einen Namen zu geben. Eine Jury aus Lehrkräften hat die Schülerarbeiten bewertet und die Sieger ermittelt.

du, das ist wenn…, das ist wenn…, wenn jemand weiß, dass er da ist, dann ruft man seinen Namen wie beim Drachenarzt.“ Der Drache war traurig, denn er fragte sich, warum er keinen Namen besaß. Er war doch wunderhübsch und groß und klug. Am Abend konnte er nicht einschlafen, deshalb wollte der Drache die Welt endlich einmal weiter bei Nacht sehen. „Zuerst nach Europa“,  sagte er zu sich selbst. Er flog nach Frankreich und hörte soo schöne Namen wie Annette, Marie und Jaques. Er wollte sich einen Namen aussuchen, aber die passten ja alle nur für Menschen.Also dachte er: „Passt Tom? – Nein. Hans? – Nein. Giuseppe? – Nein. Ach das ist ja zum Verrücktwerden.“ Danach wollte er nur noch schlafen.
Am nächsten Tag besuchte ihn Glimm. Sie hatte einen riesengroßen Zettel mit vielen Namen drauf. „Drache, Drache, möchtest du einen Namen haben?“ „Ja, ja“ schrie er freudig und sprang aus seinem Drachensessel. Vor lauter Freude hätte er beinahe Feuer gespuckt. Glimm gab ihm den Zettel: „Das ist die Liste mit allen Namen von anderen Drachen. Alle habe ich aus einem Buch voller Drachennamen abgeschrieben.“ Glimm gab ihm den Zettel. Wie sie gekommen war, verschwand sie wieder.
Der Drache las die Liste neugierig durch. „Fire? – nö, Xaradon? – ne, Dragon – ja!“ Dragon bedeutet auf Deutsch Drache. „So will ich heißen, ja.“ Und seit diesem Tag heißt der Drache Dragon. Er hatte sich den besten und schönsten Namen in ganz Drachphobia ausgewählt und war bis an sein Lebensende sehr glücklich.

2007-Drachenwett-Ayse02

Wie der Drache zu seinem Namen kam Bild Ayse
(von von Ayse Akcay Klasse 6b)

Es war einmal ein riesengroßer Drache in Drachphobia. Da kam seine beste Freundin und sagte vor Aufregung: „Drache, Drache!“ Sie holte tief Luft und setzte fort: „Ich habe einen neuen Namen. Ich heiße jetzt Glimm. Weißt du das schon, Drache?“ Der Drache war sprachlos: „Was ist ein Name?“ fragte er neugierig. „Hm“, überlegte Glimm, „na ja, weißt

2007-Drachenwett-gruppe02

von links: Dr. Borowka, Christoph Schulz, Julia Steinbacher, David Pfitzenmaier, Ayse Akcay, Rektor Brandl

Friedrich-Schelling-Schule Besigheim